Gedanken

06.10.2015       So sah/sieht das Jahr 2015 bei mir aus.

Anfang des Jahres bekam ich die Grippe und mir blieb nichts anderes übrig als zu einem Arzt zugehen da ich für die Schule ein Artest benötigte.Mein Hausarzt hat vor mehreren Jahren seine Praxis geschlossen und seitdem bin ich nicht mehr bei einem Arzt außer meinem Zahnarzt gewesen.Dan ging ich jedenfalls in eine für mich "Neue" Praxis und dort angekommen stellte man einen überhöhten Blutdruck bei mir fest, weshalb ich direkt einen weiteren Termin bekam und einen langzeit Blutdrucktest machen musste.Dieser war allerdings ohne Befund und meine Werte waren auch völlig Inordnung.Da ich schon seit meiner Grundschulzeit immer mal wieder die ein oder anderen Beschwerden hatte, erzählte ich dem Arzt davon, dieser gab mir eine Überweisung für einen Augenarzt(verschwommene/Unwirkliche Sicht) mit.

Dan dauerte es ca. einen Monat und ich ging zu meinem Termin hin, meine Augen sind ebenso Inordnung und laut der Aussage des Augenarztes, sind sie in einem guten Zustand und ich sehe besser als die meisten Besucher seiner Praxis, die auch keine Brille brauchen.Noch am gleichen Tag machte mir mein Magen wieder Probleme und so hatte ich etwas länger als zwei Monate wieder leichte Magenschmerzen,Darm Probleme und einige andere Symptome.Da ich nach der Schule nur noch in meinem Bett lag,mein Schulabschluss gefährdet war und ich fast täglich Schwindelanfälle hatte drängten meine Eltern mich dazu nochmal einen anderen Hausarzt aufzusuchen.In der Zwischenzeit stellte ich auch meine gesamte Ernährung von alleine um und habe mein Übergewicht abgelegt.

Bei meiner neuen Hausärztin fühlte ich mich um einiges besser aufgehoben,sie machte direkt ein Ekg,Blutabnahme,kontrollierte meine Schilddrüsse und machte ein Ultraschall von meinem Bauch.Alles natürlich wieder ohne Befund,nur meine Leber war etwas vergrößert.Dan ging es für mich "normal" weiter und ich hatte erstmal genug von irgendwelchen Untersuchungen, kaum eine Woche verging und ich brach einfach so ohne einen wirklichen Grund in Tränen aus(Zum glück alleine).Jeden Abend spürte ich meinen eigenen Puls und meine Zwangsgedanken wurden auch immer mehr.Dan sagte mir meine Klassenlehrerin das es nicht gut um meinen Abschluss steht und ich das Schuljahr wiederholen muss wenn sich meine Noten nicht ändern.Zuhause angekommen setze ich mich an meinen Schreibtisch und es kam mir vor als ob mich jemand steuert,so nahm ich die Schere die auf meinem Schreibtisch lag und plötzlich konnte ich nicht mehr aufhören mir meinen Arm zu beschädigen.

Aufeinmal war ritzen ein Teil von mir und jeden Tag lag ich in meinem Bett, das Blut beruhigte mich und ich spürte keine Schmerzen,erst nach ca.10-15min spürte ich ein leichtes ziehen das mich irgendwie zum lächeln brachte.Mein Hungergefühl stellte sich ein und ich zwang mich täglich zum essen.Dan schaute ich auf meinen Terminkalender und mir fiehl auf das ich in einem Tag mit in ein Restaurant gehen muss.So bekam ich aufeinmal Angst zuzunehmen und schluckte nach dem Restaurantbesuch Abführmittel.Dan ließ der erste Essanfall nicht lange auf sich warten und ich nahm erneut Abführmittel zu mir bis die Packung nach einigen malen schließlich leer war.Als ich keine Tabletten mehr hatte,machte ich Sport und nahm so noch ein wenig ab und das trotz meinem Essverhalten,dan hungerte ich jeden zweiten Tagen um mein Gewicht noch halten zu können.

Dreimal übergab ich mich nach dem Essen und hatte jedesmal ein extrem schlechtes Gewissen.Ein bisschen später erzählte ich meinem Bruder davon,das ich mich ritze und er überedete mich, einen Arzt aufzusuchen so machte ich das auch und meine Hausärztin gab mir einen Überweisungschein, so das ich bei einer Psychiaterin einen Termin ausmachte.Dort angekommen setze ich mich in das Wartezimmer füllte einen allgemeinen Frageboge aus und dan stand auch schon das Gespräch an(Es war Montagmorgen!).Ich beantwortete ihre Fragen und zeigte ihr auch meinen Arm als sie mich danach fragte.Dan meinte sie das sie "nur" eine Psychotherapeutin ist und sie die Psychiaterin lieber in das Gespräch miteinbezieht.Allerdings ging es mir an diesem Tag wirklich extrem schlecht und meine Fassade die ich normalerweiße ohne Probleme vorzeige war nicht vorhanden.Man informierte noch am gleichen Tag meine Eltern und erzählte ihnen davon(=Selbstmordgedanken/Versuche).Man wollte mich in eine Klinik Zwangseinweisen doch mein Vater war zum glück dagegen.

 

Jetzt habe ich fünf Gespräch in der Praxis hinter mir und nachdem ich mich in meinen Ferien weniger geritzt habe und mein Essverhalten auch wieder "normaler" war geht es in letzter Zeit wieder Bergab.Meine Psychiaterin denkt das eine längere Therapie in meinem Fall nicht notwendig ist, ich war zwar ehrlich zu ihr doch habe sehr vieles für mich behalten und deshalb weiß sie nichts von meinem "Essproblem" und auch nicht das ich am liebsten alles hinwerfen möchte.In mehr als drei Wochen habe ich nochmal eine Sitzung dort und es ist vielleicht mein letztes Gespräch.Eigentlich hat sich ja nichts geändert außer das ich nun weiß,das ich einige Autistischen Züge besitze wobei ich mir sowas schon denken konnte.Tja so sah das Jahr 2015 bei mir aus!

 

07.10.2015

Heute der Tag hat ja mal so richtig schön angefangen, ein guter und auch einer meiner einzigsten Freunde hat meinem Bruder von meinem Essverhalten und auch davon, dass ich mich wieder öfters Selbstverletzte erzählt.Ich habe direkt heute morgen als ich aufgewacht bin die Nachricht bekommen das er es als seine Pflicht angesehen hätte und mir helfen möchte.Jetzt weiß ich warum ich Menschen meistens hasse  Jiehha ich bin so begeistert und könnte vor Freude kotzen  die Welt umarmen.Jetzt muss ich nicht nur auf mein Essverhalten achten sondern auch darauf, das ich weitere Kleidung trage sobald ich mein Gewicht reduziert bekomme.Und das wo ich es doch gerade geschafft habe meine Therapeutin davon zu überzeugen, das ich keine längere Behandlung benötige, in der nächsten Sitzung soll ja Bilanz gezogen werden und jetzt muss ich wegen meinem "guten Freund"  wahrscheinlich doch eine längere Therapie über mich ergehen lassen.Und sowohl mein Bruder als auch der "Freund" sind der Meinung das es sinnvoller für mich wäre jede Woche eine Therapiestunde zu haben.Ich verfluche das Leben Doch andere zwingen einen weiter am Leben zu bleiben!

6.10.15 18:20, kommentieren

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Gedichte

Gerade möchte ich wieder sterben,mein scheiß Leben liegt in Scherben.

Einem Freund habe ich vertraut doch der hat das komplett missbraucht.

In den letzten Wochen habe ich wieder 5kg zugenommen,mir ist das schreckliche Essen nicht bekommen.

Morgen fange ich mit der Radikaldiät an um mein altes Gewicht wieder zu erreichen und nicht mehr in die falsche Richtung auszuweichen.

Mein Bauch ist wirklich Fett und es soll nicht noch mehr werden,vorher möchte ich lieber sterben.

Morgen schreibe ich eine Arbeit doch da scheiß ich jetzt sowas von drauf ich gebe mich halt auf.

Kann ich nicht einfach Tabletten schlucken und schnell gehen,aber nein das darf ja nicht geschehen.

 Die Hausaufgaben können in meiner Tasche bleiben ich will nicht auch noch unter dieser langeweile leiden.

Werde nun Crosstrainer fahren um wenigstens ein Teil der Kalorien zu verbrennen und nicht wieder diese Möglichkeit zu verpennen.

Morgen versuche ich mich nicht zu wiegen sonst muss ich meinen Körper wieder bekriegen.

Heute Abend esse ich noch etwas um die Radikalwoche auszuhalten und die Essanfälle auszuschalten.

Ich setze mir diesmal Bedingungen und diese sehen folgendermaßen aus,ich halte den Drang nach Essen aus und geh bei hunger am besten aus dem Haus.Wenn ich dies nicht schaffen sollte dan ist es endgültig vorbei und ich mache aus mir selber Brei.

So ich beende dieses depressive Gedicht und hoffe auf ein besseres Gewicht.

 

 

 

7.10.15 19:24, kommentieren